E-Rechnungs-Formate
XRechnung vs. ZUGFeRD
XRechnung und ZUGFeRD sind die beiden dominierenden E-Rechnungs-Standards in Deutschland. Dieser Vergleich zeigt, welches Format für welchen Anwendungsfall besser geeignet ist.
| Kriterium | XRechnung | ZUGFeRD |
|---|---|---|
| Datenformat | Reines XML (UBL 2.1 oder UN/CEFACT CII) | Hybrid: PDF/A-3 mit eingebettetem XML (CII) |
| Menschliche Lesbarkeit | Nur maschinenlesbar, kein visuelles Layout | PDF-Sicht für Menschen + maschinenlesbares XML |
| Pflicht im öffentlichen Auftragswesen | Ja, seit 2020 (Bundesbehörden) | Nein, aber akzeptiert wenn Profil EXTENDED verwendet wird |
| Leitweg-ID erforderlich | Ja, Pflichtfeld BR-DE-15 | Nicht zwingend, abhängig vom Profil und Empfänger |
| Unterstützte Profile/Konformitätsstufen | Eine Spezifikation (EN 16931-konforme Kernrechnung) | MINIMUM, BASIC WL, BASIC, EN 16931, EXTENDED |
| EU-Norm EN 16931 | Vollständig konform | Konform ab Profil EN 16931; MINIMUM/BASIC WL sind nicht EN 16931-konform |
| Einsatz im B2B-Bereich | Verbreitet, besonders bei E-Procurement-Systemen | Sehr weit verbreitet dank PDF-Kompatibilität |
| Verarbeitungsaufwand | Niedriger Overhead, rein strukturierte Daten | Höherer Overhead durch PDF-Hülle; einfacher für manuelle Prüfung |
| Gültige Formate ab 2025 (§ 14 UStG) | Ja, gilt als strukturierte E-Rechnung | Ja, ab Profil BASIC (EN 16931-konforme Profile) |
| Tooling & Validator | KoSIT-Validator (offiziell), docutools.pro | Mustang Project, VeraPDF, docutools.pro |
Fazit
Für Rechnungen an Bundesbehörden ist XRechnung Pflicht. Im B2B-Bereich empfiehlt sich ZUGFeRD EXTENDED oder EN 16931, da das beigelegte PDF die manuelle Prüfung erleichtert und gleichzeitig vollautomatische Verarbeitung ermöglicht. Kleine Unternehmen, die regelmäßig an öffentliche Auftraggeber rechnen, sollten auf XRechnung setzen; für alle anderen ist ZUGFeRD oft der bequemere Einstieg.
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